Verschweigenheit = Geheimniskrämerei?

Wenn auch heute noch teilweise den Freimaurern Geheimniskrämerei vorgeworfen wird, so beruht es darauf, dass die Rituale, d.h. die Art und Weise, wie eine Logenarbeit abläuft, geheim gehalten wird. Dies hat aber nichts mit Geheimniskrämerei zu tun, sondern ist lediglich eine Verschwiegenheit Nichtfreimaurern gegenüber. Der Grund dafür liegt darin, dass das „freimaurische Geheimnis“ auf Erlebnissen beruht, Erlebnisse, die von unzähligen Eindrücken, Nuancen, Reaktionen und Hinweisen geprägt sind. Diese sind von Person zu Person verschieden, beruhen aber immer auf selbst Erlebtem.

Daher kann dieses Erlebnis nicht durch reine Worte ersetzt werden, sie würden sogar das Erleben stören oder von vornherein in eine bestimmte Richtung lenken. Damit würde aber jedem, der in die Loge aufgenommen (oder in einen höheren Grad befördert) wird, eine ganz entscheidende Sache vorweg genommen, nämlich das eigene Erleben.
Dies ist eine Erfahrung, die auch über das ganze Leben andauert und immer wieder neue Eindrücke freisetzt. Auch die Symbolik in ihrer Vielfalt ist ein ganz besonderes Erlebnis und führt erst durch das Erleben zur persönlichen Deutung, zum Auseinandersetzen des Erlebten in Verbindung mit der eigenen Person.

Fazit: Geheimniskrämerei ist eine negative Handlung, Verschwiegenheit eine Tugend.

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